Kopfbild: Winter in Kassel
06.11.2015 erstellt von: Dirk Schmidt


Unterschriftenaktion gegen die KVG-Netzreform

 Karlsruhe: Ein erfolgreicher ÖV und ein hoher Radanteil schaffen die Voraussetzungen für eine gute Ausgangsposition im Wettbewerb der Städte

Streichkonzert bei der KVG! Das lehnen wir ab. Kein Kaputtsparen des Nahverkehrs in Kassel! Unterstützen Sie den Protest mit Ihrer Unterschrift.


Diese Schlagworte fassen kurz die gemeinsame Aktion von ADFC, BUND, VCD und des UmweltHaus Kassel e.V. zusammen.

Ziel der Aktion ist es, die KVG-Netzreform in der aktuell erarbeiteten Form zu Fall zu bringen. Denn nach Ansicht des ADFC und der anderen Verbände ist diese Netzreform bereits selbst dringend reformbedürftig!

Jürgen Vöckel vom Kreisvorstand hat in die Pläne geschaut: 26 Haltenstellen würden überhaupt nicht mehr angefahren. 18 weitere Haltestellen würden nur noch mit dem Anrufsammeltaxi bedient. Davon liegen viele Haltestellen am Stadtrand. "Die KVG verwandele ein gutes Nahverkehrsangebot in ein Abbruchunternehmen", so Jürgen Vöckel in der HNA vom 4. November 2015

Weiter teilt er dort mit, "... dass die KVG selbst mit sinkenden Fahrgastzahlen und Einnahmeverlusten in den ersten Jahren rechne, müsse man nach dem Sinn der „Reform“ fragen. Die Politik müsse die KVG beauftragen, ihre Vorstellungen grundlegend neu zu entwickeln."


Die Gefahr besteht, dass in Zukunft viele ÖV-Kunden statt alternativ auf das Fahrrad leider wieder auf das KFZ zurückgreifen. Denn die Radinfrastruktur ist in Kassel an vielen Stellen mangelhaft oder überhaupt nicht vorhanden. Mehr Kraftfahrzeugverkehr bedeutet aber mehr Emmissionen und vor allem durch mehr KFZ eine höhere Unfallgefahr für die Radfahrenden im Stadtverkehr.

Sonst macht ein guter ÖV im Verkehrsraum natürlich bei geringer KFZ-Nutzung auch Platz für den Radverkehr - in dem bedeutend weniger KFZ untwegs sind. Die Flächenkonkurrenz nimmt etwas ab und es kann konfliktärmer eine hochwertige und sichere Radinfrastruktur verwirklicht werden. So ist es nicht verwunderlich, dass Städte mit hohem Radverkehrsanteil, wie Karlsruhe, Freiburg im Breisgau oder auch Amsterdam ebenfalls einen guten ÖV besitzen.


Informationsseite der KVG zur Netzreform: www.kasselerlinien.de - Dargestellt wird der heutige Zustand und die angedachten Planungen. Hier kann jeder schauen, wie sich das Nahverkehrsangebot im eigenem Umfeld ändern soll.

Die Ziele der Unterschriftenaktion:


  • Ja zu einem attraktiven und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr in Kassel

  • Ja zur Beibehaltung des derzeitigen 15- und 30-Minuten-Taktes anstelle vorgesehener Taktausdünnungen

  • Ja zu einer Verzahnung von Kasseler ÖPNV mit dem Fernverkehr am Bahnhof Wilhelmshöhe

  • Ja zur Beibehaltung der Linienführung der Tramlinien

  • Ja zu einem besseren Angebot an Samstagnachmittagen - nicht zu Lasten des bestehenden Angebots

  • Ja zur Kapazitätsverbesserung durch den Einsatz von Anhängern (Beiwagen)

  • Ja zu einer guten Erschließung in den Stadtteilen

  • Nein zu Taktausdünnungen abends und am Wochenende, insbesondere zur Hessenschanze, nach Wilhelmshöhe und zur Ihringshäuser Straße

  • Nein zum Wegfall der regulären Bus-Bedienung an 44 Haltestellen (wie z.B. die Buslinie 21 in Oberzwehren)

  • Nein zum Ersatz von Busverkehren durch Anruf-Sammel-Taxen (AST) bereits ab 20 Uhr oder ganztägig (Linien 21 und 24)

  • Nein zu neuen Lücken im Busnetz der Stadt Kassel, Erhalt der Buslinien in der Heinrich-Schütz-Allee (Linie 24), Philippistraße (Linie 27), am Lindenberg (Linie 25) und Am Fasanenhof (Linie 27)



Wer diese Ziele unterstützen möchte:



Einfach ins Umwelthaus kommen und unterschreiben. Oder unten zusätzlich die Untschriftenliste ausdrucken und noch weitere Unterschriften gegen die KVG-Netzreform sammeln. Die Liste dann einfach im Umwelthaus abgeben bzw. in den Briefkasten (Wilhelmsstraße 2, etwa 20 Meter östlich des Umwelthauseingangs) einwerfen.



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