Kleine Panoramatour Wolfhager Land

Auf dieser Tour im Wolfhager Land fahren wir meist noch abseits "ausgefahrener Wege". Es besteht oft ein weiter Landschaftsblick in die Ferne. Dazu gibt es mit Naumburg und Wolfhagen zwei Fachwerkperlen zu entdecken. Aufgrund von Schotterpassagen ist ein Tourenrad oder Pedelec mit griffigem Profil wichtig. Man muss für diese gemütliche Tagestour mit 41 km kein Könner sein, aber ein klein Bisschen Kondition benötigt man schon. Die Strecke eignet sich auch Ideal für Pedelecs. Dann geht es bergauf in jedem Fall einfacher.

Blick von der Höhe südlich Istha zum markanten Isthaberg. Auf dem Gipfel besteht keine Aussichtsmöglichkeit.
Blick von der Höhe südlich Istha zum markanten Isthaberg. Auf dem Gipfel besteht keine Aussichtsmöglichkeit.

Charakter: Die Runde besitzt 41 hügelige/ leicht bergige Kilometer mit geschätzten 350 Höhenmetern. Es geht öfters über Schotterwege, die aber bei trockener Witterung und mit griffigem Profil von Tourenrädern oder auch gut bereiften Alltagsrädern meist noch befriedigend fahrbar sind. Die kleine Tagestour ist auch eine ideale Pedelecteststrecke. Wer noch kein Pedelec besitzt und z. B. Mal mit einem Leihpedelec die Vorteile des elektrounterstützten Radfahrens testen möchte, findet hier ein gute Runde. Leihpedelecs gibt es in Kassel z. B. bei www.hm-ebike.de

Orientierung: Zur Orientierung auf Papier am besten die ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen nutzen. Für diese kleine Runde ist der Maßstab zwar nicht ganz passend, aber es sind fast alle Routen der Tour enthalten. Achtung: Im Wolfhager Land wird vom Landkreis Kassel eine umfangreiche Radwegweisung geplant. In der Regionalkarte wurde das angedachte Radwegweisungsnetz bereits mit aufgenommen. Bisher wurde diese Planung aber noch nicht vor Ort umgesetzt. Mit Stand 03-04.2016 liegen dem Autor keine Informationen vor, wann die Radwegweiser aufgestellt werden sollen. Aktuell sind die Strecken daher meist noch ohne Radwegweisung. Smartphone-Besitzer oder auch GPS-Gerät-Besitzer nutzen einfach die GPS-Spur zur Orientierung.

Rad & Bahn: Wolfhagen ist vom Kasseler Becken aus gut per Bahn erreichbar. Sowohl mit der Kurhessenbahn (Fahrzeit ab Fernbahnhof Wilhelmshöhe 31 min) wie auch mit der Regiotram (Fahrzeit 41 min ab Kassel HBF) können, sofern Platz, Räder mitgenommen werden.

Karte: Radwanderkarte: ADFC-Regionalkarte Kassel / Nordhessen 1:7500 4. erweiterte Auflage 2014


Die Strecke



Vom Bahnhof Wolfhagen fahren wir an der Schützeberger Straße eine Links-Rechts-Kombination in die Bunsenstraße. Ein Wirtschaftsweg führt uns rechts unter der Bahn hindurch aus Wolfhagen heraus. Auf der wenig befahrenen Kreisstraße 94 Richtung Elmarshausen erklimmen wir einen Hügel mit rasanter Abfahrt hinunter zur Erpe. Das Schloss Elmarshausen befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich. Eine Infotafel des ECO-Pfads steht vor Ort.

Am Ende der Kreisstraße 94 müssen wir in einer rechts-Links-Kombination die stark befahrene Landstraße nutzen. Ab der Oleimühle ist es wieder ruhig. Wichtig: Hinter dem Bahnviadukt links in Tallage Richtung Altenhasungen halten.

Vor Altenhasungen finden wir rechts des Weges übrigens zwei Bänke mit einer Quelle. Am Ortseingang halten wir uns gleich rechts in den ersten Weg, über den wir Altenhasungen gleich wieder verlassen. Eine mäßige, lang gezogene Steigung führt uns hinauf Richtung Festberg.
Hier oben hat man einen reizvollen Landschaftsblick u. a. auf den Weiler Philippinenthal (Info Wikivoyage).

Vom Festberg lassen es wir uns talwärts zurück Richtung Altenhasungen rollen. Etwas vor der Siedlungsgrenze geht es rechts in einen geschotterten Wirtschaftsweg ab (nicht in der Regionalkarte enthalten). Dieser führt uns an die Landstraße 3312 (Heerstraße). Hier schräg rechts halten und dann gerade aus in die ruhige Kreisstraße Richtung Wenigenhasungen fahren.

In Wenigenhausen rechts in die Frankenstraße einbiegen und dann gleich wieder schräg links in Straße "Am Baumhof" einbiegen. In Verlängerung dieser Nebenstraße führt uns ein asphaltierter Wirtschaftsweg immer Richtung Süden auf die Höhe. An der T-Kreuzung schon fast auf der Höhe eine Links-Rechts-Kombination in einen gröberen Schotterweg Richtung Bundesstraße 251 absolvieren. An dieser rechts über den Parkplatz fahren. In Verlängerung des Parkplatzes führt uns ein fester Wiesenweg talwärts Richtung Istha. Der Wiesenweg geht bald in einen Schotterweg über und führt uns am Sportplatz vorbei nach Istha hinein.

Auf der Kasseler Straße queren wir die Ortsmitte mit der Kirche von Istha. Die Kirche in Istha besitzt übrigens als Deckenmalerei einen sehenswerten Sternenhimmel.

Wer Lust auf eine Bergwertung hat, kann ab der Kirche einen Abstecher zum Bilstein am Isthaberg machen. Die Felsklippe erreicht man über asphaltierte Wirtschaftswege in Verlängerung des Kampwegs.

Von der Kirche folgen wir weiter der Kasseler Straße und biegen dann bald nach Links in den Schildweg ein. Die Strecke führt uns leicht ansteigend auf die offene Feldflur südlich Istha.

Hier oben weh meist eine beachtenswertes Lüftchen. So ist es nicht verwunderlich, das hier ein großer Windpark installiert wurde. Aktuell in 2016 wird in diesem Park gerade die 4. Generation von Anlagen aufgestellt. Diese Windriesen erreichen bis zur obersten Blattspitze Höhen von rund 200 m. Nach Karte oder GPS folgen wir dem Höhenweg bis zur Warte vor Naumburg. Unterwegs gibt es weite Blicke ins Land.

Auf Höhe der Warte bietet sich ein kurzer Abstecher nach Links über den Rasenweg zu diesem Freizeitrastplatz an. Der Turm selbst war ursprünglich ein mittelalterlicher Wartturm und gehörte zum Stadtbefestigungssystem von Naumburg. Warttürme waren sogenannte Vorposten der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Von oben konnte der Feind oftmals bedeutend früher gesichtet werden als direkt von der Stadtbefestigung aus. Sah der Beobachter auf dem Wartturm etwas, wurde ein Alarmsignal in Richtung Stadt gegeben und man hatte dort etwas mehr Zeit für Schutzmaßnahmen, bis der Feind anrückte. Im Rahmen des Projekts Haichtswaldsteig wurde hier die Himmelsschaukel aufgestellt. Diese hat es durchaus in sich: Wer die Schaukel ausreizt, sollte einen festeren Magen besitzen.

Auf Asphalt erreichen wir schließlich über den R 4 die Fachwerkperle Naumburg. Das Eiscafe direkt an der Elbebrücke lädt zur Pause ein. Weitere Infos zu den Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten in Naumburg siehe www.naumburg.eu oder auch Wikivoyage Naumburg. Wer ein ruhiges Fleckchen zum Entspannen und Verzehren der eigenen Wegzerrung sucht, kann den Kurpark am Haus des Gastes aufsuchen. Hier findet sich auch ein Kräutergarten.

Nach entsprechender Stärkung in Naumburg folgen wir dem Hessischen Radfernweg R4 über den kleinen Pass östlich Ippinghausen (nur 70 Höhenmeter) zurück Richtung Wolfhagen. Wer noch Kraftreserven hat, kann in Ippinghausen die Weidelsburg erklimmen. Es bietet sich hier an das Fahrrad am Wanderparkplatz stehen zu lassen und den Rest des Weges zu Fuß zu erklimmen. Oben auf dem Ostpalas erwartet uns einer der schönsten Panoramarundblicke Nordhessens. Infos siehe www.weidelsburg.de oder auch Wikivoyage Weidelsburg.

Nördlich Ippinghausen verlassen wir auf Höhe Leckringhausen den R4. Wer direkt nach Wolfhagen zurück möchte, folgt weiter dem R4. Wir aber verlassen den R4 geradeaus haltend und erreichen die Kreisstraße 105. Hier rechts und in Leckringhausen (Einkehrmöglichkeit) gleich nach dem ersten Haus wieder links in einen asphaltierten Wirtschaftsweg Richtung Wald einbiegen. Dieser Asphaltweg führt uns stetig ansteigend bis zum Wanderparkplatz an der Stöcketrift. Die Asphaltstraße der Stöcketrift queren wir und radeln Richtung Norden hinauf zum Stöckeberg. Hier haben wir noch einmal einen letzten Panoramablick: Zu sehen ist Wolfhagen vor dem Habichtswälder Bergland.

Über den asphaltierten Wirtschaftsweg talwärts rollend sind wir schnell am Siedlungsrand von Wolfhagen angelangt. An der Kreisstraße 106 absolvieren wir eine Rechts-Links-Kombination in die Wohnstraße "Im Burggrund". Via Hans-Staden-Str., Ritterstraße und Schützeberger Straße erreichen wir den Wolfhager Marktplatz.


Die schmucke Fachwerkaltstadt von Wolfhagen lädt zum Tourenausklang ein. Hier bestehen mehrere Einkehrmöglichkeiten (siehe auch Openstreetmap).

Über die Mittelstraße, Ampelkreuzung an der Wilhelmstraße, Karlstraße und Lynkerstraße erreichen wir wieder den Bahnhof von Wolfhagen.

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