Unterwegs: Landrattour  September 2011 bei Istha
15.12.2018 erstellt von: Udo Stumpf


Mehr Radverkehr für bessere Luft (04.12.2018)

Presse2

Bezug: Berichterstattung zur Schadstoffbelastung der Luft in Kassel (HNA 03.12.2018)

„Die Stadt muss endlich wirksame Maßnahmen ergreifen, um die Schadstoffbelastung der Atemluft mit Stickoxid und Feinstaub zu verringern,“ fordert Jürgen Vöckel vom Vorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Kassel Stadt und Land.


"Die dreckige Luft in der Stadt ist gesundheitsschädigend für die Bürgerinnen und Bürger." Die Stadt könne sich hier nicht beruhigt zurücklehnen, weil die politisch festgelegten Grenzwerte noch knapp unterschritten würden.

Ein entscheidender Beitrag für die Verbesserung der Luftqualität wäre ein schneller und konsquenter Ausbau eines sicheren Radwegenetzes, damit mehr Einwohnerinnen und Einwohner für ihre täglichen innerstädtischen Wege das abgas- und lärmfreie Fahrrad nutzen könnten. "150.000 Autofahrten täglich innerhalb von Kassel, von denen mindestens die Hälfte unter fünf Kilometer lang sind, machen deutlich, was möglich ist, wenn die Radwege in Kassel so wären, dass sich die Leute auf das Fahrrad trauen würden", so Vöckel. Da würden jedoch weiße Linien auf der Straße allein nicht reichen, da bräuchte es schon baulich getrennte geschützte Radstreifen.

Nach einer Untersuchung des Verkehrswissenschaftlers Prof. Dr. Carsten Sommer von der Uni Kassel habe die Stadt in den zurückliegenden Jahren pro Einwohner für den Radverkehr nur 1,80 Euro aufgewendet. Lediglich 1% aller Ausgaben der Stadt für den innerstädtischen Verkehr entfielen auf den Radverkehr. „Hier muss in den nächsten Jahren deutlich mehr kommen,“ so Vöckel. Der Gesundheitsschutz und damit die Lebensqualität der Kasseler Bevölkerung müsse den Stadtpolitikern mehr wert sein.

21.781 Menschen hätten kürzlich mit ihrer Unterschrift dokumentiert, dass sie eine bessere und sichere Radverkehrsinfrastruktur in der Stadt wollen. Da sei der Reduzierung des allgemeinen Haushaltsansatzes für Radwege von 140.000 Euro in 2018 auf 0 Euro im Haushaltsplanentwurf des Magistrats für 2019 ein völlig falsches politisches Signal an die Stadtbevölkerung. "Die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung haben jetzt bei den Haushatsberatungen die Möglichkeit, hier andere und neue politische Signale zu setzen," so Vöckel abschließend.


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