Kopfbild Mai 2012: Kleinbahnradweg Grifte Gudensberg
15.12.2018 erstellt von: Udo Stumpf


Raddirektverbindungen (09.12.2018)

Presse2

Bezug: Berichterstattung zu den Raddirektverbindungen (HNA 08.12.2018, S. 14)

Über 61.000 Menschen kommen nach einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung täglich allein zur Arbeit in die Stadt, davon 22.000 aus dem Gebiet des Zweckverbandes Raum Kassel (ZRK). Aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Kassel Stadt und Land ist der ZRK deshalb genau die richtige Adresse, wenn es darum geht, sichere Raddirektverbindungen für Radpendlerinnen und -pendler aus dem Umland in die Stadt zu entwickeln.


"Wir begrüßen, dass der ZRK hier die Initiative ergriffen und die Städte Kassel, Baunatal und Vellmar, die Gemeinden Kaufungen und Helsa und auch die Landkreisverwaltung an einen Tisch geholt hat," so Jürgen Vöckel vom ADFC-Kreisvorstand. Nur ein abgestimmtes und einvernehmliches Vorgehen zwischen den jeweils beteiligten Kommunen könne die Gewähr dafür bieten, dass die mit der Machbarkeitsstudie des ZRK untersuchten Routen dann auch als Raddirektverbindungen verwirklicht würden. "Hier setzen und vertrauen wir auch künftig auf die bewährte koordinierende Funktion des ZRK," so Vöckel weiter.

Die vorgenommene Unterteilung der Raddirektrouten in Einzelabschnitte sehe man allerdings beim ADFC nicht so positiv wie der ZRK. Die Nutzbarkeit der Routen für die Radpendlerinnen und -pendler sei in hohem Maße abhängig von ihrem Gesamtausbaustand. "Da ist dann das schwächste Glied Grundlage für die Bewertung und die fällt entsprechend schlecht aus, wenn die Route womöglich über Jahre hinweg nicht vollständig fertiggestellt wird," so Vöckel. Deshalb müsse sichergestellt werden, dass die Routen jeweils in einem Zuge ausgebaut würden.

Bei den kürzlich durchgeführten Unterschriftensammlungen des Radentscheids Kassel sei deutlich geworden, dass die Bürgerinnen und Bürger aus dem Gebiet des ZRK ebenfalls sehnsüchtig auf bessere und sichere Radwege nach Kassel und durch die Stadt warten. "Viele würden aus ökologischen Gründen gerne mit dem lärm- und abgasfreien Fahrrad nach Kassel pendeln, trauen sich aber bei dem starken Verkehr wegen der fehlenden Radwege nicht," so Vöckel. Der ADFC sehe deshalb die politisch Verantwortlichen in den Kommunalparlamenten gefordert, für eine möglichst schnelle Verwirklichung der Raddirektverbindungen zu sorgen. "Das Jahr 2030 kann da nicht mehr das anzustrebende Ziel sein, das sollte deutlich schneller gehen" so Vöckel abschließend.


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