Unterwegs: Landrattour  September 2011 bei Istha
04.09.2020 erstellt von: Udo Stumpf


Kasseler Radnacht 2020 (04.09.2020)

Presse2


Auf dem Fahrrad in die Nacht - Für bessere Radwege

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC Kassel Stadt und Land e.V.) und die Deutsche Initiative Mountain Bike (dimb) IG Kassel laden Radfahrerende und Skater auch in diesem Jahr wieder ein, bei der Kasseler Radnacht auf zwei Rädern oder acht Rollen in die einbrechende Nacht durch Kassel zu fahren.

Am Freitag 11.9. treffen sich Radler*innen aller Altersstufen um 19.30 Uhr vor dem Kulturbahnhof (KuBa) auf dem Rainer-Dierichs-Platz zu der ca. 20 Kilometer langen Rundfahrt durch die abendliche Stadt. Erwünscht sind alle Arten von Fahrrädern, gleich ob die Radler*innen ein Stadt-, Touren-, Liege- oder Lastenrad nutzen. Je auffälliger die Räder beleuchtet und mit Musik „beschallt“ sind, desto besser!


Eine grundsätzliche Voraussetzung für die Teilnahme sind verkehrssichere Fahrräder. Für die Sicherheit während der Tour sorgen die Polizei sowie die Ordner*innen der beteiligten Vereine. Gegen 22 Uhr endet die Demonstration vor dem Kulturbahnhof.
In diesem Jahr sind aufgrund der Covid19-Pandemie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während der Versammlung auf dem Bahnhofsvorplatz und während der Trinkpause bei der Tour durch die Stadt verpflichtend.

Die Bedingungen für den Radverkehr in den letzten Jahren in Kassel haben sich zwar etwas verbessert; dennoch ist das Radfahren hier nach wie vor sehr gefährlich. Es ist erfreulich, dass immer mehr Menschen in Kassel erkennen, dass das Radfahren eine angenehme Art der Fortbewegung ist und durchaus schneller zum Ziel führt als der motorisierte Individualverkehr. Zusätzlich hat Corona auf einen Schlag viele Menschen zum Radfahren gebracht, die das noch nie oder lange nicht mehr gemacht haben.

Dies erfordert jedoch die Schaffung einer angemessenen Verkehrsinfrastruktur und den politischen Mut und Willen zur Förderung des Radverkehrs und zur Verabschiedung von der autogerechten Stadt, damit alle Straßen mit dem Fahrrad sicher befahrbar sind. Auf diesen Mut und Willen warten wir immer noch: Trotz regelmäßiger intensiver Kooperation mit den beteiligten städtischen Gremien, trotz 22.000 Unterschriften beim Radentscheid und trotz zugesagter großer Geldbeträge, die in den Radverkehr fließen sollen!
Immer noch gibt es in Kassel - wenn es denn überhaupt welche gibt - Radwege, die plötzlich im Nichts enden (z.B. an der Friedenskirche stadteinwärts). Die neue Fahrradstraße ist auch ein spezielles Beispiel: von der Philippistraße in die Fahrradstraße Schillerstraße ist ein Verkehrsschild Durchfahrt verboten angebracht: Wie sollen also die Radfahrenden die als Fahrradstraße ausgewiesene Schillerstraße erreichen?

Wir fordern mehr Platz für breite und gute Radwege, sichere Kreuzungen und viel mehr Fahrradabstellplätze. 22.000 Unterschriften für den vom ADFC unterstützten Kasseler Radentscheid haben mehr als deutlich gemacht, dass die Bürger*innen einen stärkeren Ausbau des Kasseler Radwegenetzes fordern. Mittlerweile gibt es vielerlei Beispiele aus anderen deutschen und europäischen Städten, wie eine gute Radverkehrsinfrastruktur geschaffen, der Anteil des abgas- und lärmfreien Radverkehrs erheblich gesteigert werden und so die Lebensqualität für alle Bürger*innen deutlich verbessert werden kann.
Das Rad muss im übertragenen Sinne nicht neu erfunden werden: es kann auf gute Beispiele in anderen Städten zurückgegriffen werden.

Mit großer Spannung erwarten wir eine kurze, hoffentlich sehr aussagekräftige und zukunftsweisende Rede des Kasseler Verkehrsdezernenten Dirk Stochla am 11.9. zu unserer Radnacht!


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